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18.12.2018 15:23 Uhr 
Pressemitteilung

Gut besuchter Infoabend zum Thema Herz des St. Josef-Krankenhauses Linnich - Vorhofflimmern: Herz außer Takt – häufigste Herzrhythmusstörung

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Fotos (© S. Freyaldenhoven) v.l.: Volker Braun (Oberarzt der Inneren Medizin), Judith Kniepen (Geschäftsführerin) und Karl Hartmann (stellv. Geschäftsstellenleiter Jülich der AOK Rheinland/Hamburg)
Volker Braun, Oberarzt der Abteilung für Innere Medizin (Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Nephrologie) im St. Josef-Krankenhaus Linnich, informierte die zahlreich erschienenen Interessierten, die im Rahmen der bundesweit stattfindenden Herzwochen etwas über das Vorhofflimmern erfahren wollten. Dr. Gerhard Mertes, Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin (Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Tauchmediziner), war kurzfristig verhindert, weshalb Braun den Fachvortrag kurzerhand vollständig allein vortrug. Judith Kniepen, Geschäftsführerin der Katholischen Nordkreis-Kliniken, zu denen das Linnicher Krankenhaus gehört, begrüßte die Gäste ebenso wie Karl Hartmann, stellvertretender Geschäftsstellenleiter Jülich der AOK Rheinland/Hamburg. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Krankenkasse statt.
Das Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung. Bei ihr ist das Herz völlig außer Takt, es schlägt unregelmäßig und sehr schnell. Dabei ist das Vorhofflimmern an sich nicht lebensbedrohlich. Aber Folgen können Herzschwäche und Schlaganfall sein. Braun erläuterte die Ursachen des Vorhofflimmerns und die Beschwerden, die sie verursachen können. Bei älteren Menschen kann das Vorhofflimmern aber auch ohne Beschwerden vorliegen. Dann wird es zum Beispiel beim Selbstmessen des Blutdrucks bemerkt. Jeder kann zudem lernen, seinen Puls zu fühlen. Diagnostiziert wird das Vorhofflimmern in den meisten Fällen mit dem EKG. Liegt es vor, ist eine Gerinnungshemmung notwendig. Denn da die Herzvorhöfe nicht mehr an der Pumparbeit des Herzens teilnehmen, kann das Blut in den Vorhöfen Gerinnsel entwickeln. Gelangen diese in die Hirngefäße, folgt der Schlaganfall. Ob und welche Medikamente verordnet werden, entscheidet der Arzt nach einer Nutzen-Risiko-Abwägung. Wichtige Therapie ist zudem, die Ursachen des Vorhofflimmerns zu bekämpfen. Dazu zählen Bluthochdruck, aber auch Übergewicht oder Herz- sowie Lungenerkrankungen. Der Einfluss von Ernährung und Bewegung sowie der Einsatz von Rhythmusmedikamenten wurden erklärt. Darüber hinaus war die Kardioversion Thema: Sie bewirkt die Umwandlung von Vorhofflimmern in den normalen Rhythmus und ist sinnvoll bei erheblichen Beschwerden während des ersten Auftretens von anfallsweisem Vorhofflimmern und bei anhaltendem Vorhofflimmern. Sie kann medikamentös oder elektrisch durchgeführt werden. Es bedarf einer guten Vorbereitung mit eingehender Diagnostik, dann ist die Kardioversion in fast allen Fällen erfolgreich.
Fragen beantwortete Braun direkt, wenn sie während des Vortrags auftraten, so dass die Besucher umfangreich informiert werden konnten.



Autor/Verantwortlicher:
Kaya Erdem
Caritas Trägergesellschaft West gGmbH
Holzstraße 1
52349 Düren
E-Mail: kerdem@ct-west.de

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