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14.12.2018 14:24 Uhr 
Pressemitteilung

Neurologische Telemedizin im St. Augustinus Krankenhaus Düren ermöglicht wohnortnahe Behandlung bei Schädel-Hirnverletzungen und Hirnblutungen - Ausweitung des Traumanetzwerks mit der Uniklinik RWTH Aachen – möglichst viele Patienten wohnortnah behandeln

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Foto (© K. Erdem) v.l.: Oberärztin Antigoni Maria Tsigkopoulou, Chefarzt Dr. med. Markus Huppertz-Thyssen und Chefarzt Herbert Breuer vor der telemedizinischen Übertragungseinheit auf der Intensivstation des St. Augustinus Krankenhauses Düren
„Jetzt können wir Patienten mit Schädel-Hirnverletzungen, mit traumatischen oder primären Hirnblutungen unmittelbar und sofort hier bei uns im St. Augustinus Krankenhaus behandeln“, erklären Herbert Breuer, Chefarzt der Abteilung für Neurologie im Lendersdorfer Krankenhaus und Dr. med. Markus Huppertz-Thyssen, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin. Die beiden hochspezialisierten Mediziner haben gemeinsam ein Projekt umgesetzt, bei dem Patienten mit gewissen Kopfverletzungen oder Hirnblutungen im St. Augustinus Krankenhaus Düren ab sofort auf der Intensivstation telemedizinisch mit der Universitätsklinik RWTH Aachen zusammen versorgt werden können.
Dies ist möglich, weil die Fachärzte mit der in der Region einzigen Abteilung für Neurologie inklusive der Spezialstation für Schlaganfallerkrankte (Stroke Unit) große Erfahrung und ein hohes Niveau bei der Behandlung von Schädel-Hirn-Verletzungen haben. Chefarzt Breuer betreut fachärztlich die neurologische Intensivmedizin und verfügt über die Zusatzweiterbildung neurologische Intensivmedizin, sowie über die volle Weiterbildungsermächtigung in diesem Bereich. Dr. med. Markus Huppertz-Thyssen, MHBA, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Akutschmerztherapie verfügt über die Zusatzweiterbildungen: Spezielle Intensivmedizin (mit voller Weiterbildungsermächtigung), Palliativmedizin und Notfallmedizin. Die interdisziplinäre Intensivstation des St. Augustinus Krankenhauses untersteht seiner Leitung. Das St. Augustinus Krankenhaus ist zudem akademisches Lehrkrankenhaus mit dem Schwerpunkt Neurologie.
„Die telemedizinische neurologische Zusammenarbeit ist kein Forschungsprojekt. Ähnlich wie bei Tumorkonferenzen tauschen sich die verschiedenen Experten bei fest definierten Fragestellungen aus, um das weitere Vorgehen für den einzelnen Patienten zu planen“, so das Mediziner-Gespann aus Düren.
Es bestand bereits eine enge Kooperation mit der Uniklinik RWTH Aachen bei Kopfverletzungen.
Die telemedizinische neurologische Behandlung auf der Intensivstation ermöglicht es nun, schnell abzuklären, ob Verlegungen wegen Schädel-Hirn-Verletzungen in die Aachener Universitätsklinik notwendig oder vermeidbar sind. „Wir können durch die Televisite einen größeren Teil der Mehrfachverletzungen mit Kopfverletzungen auch hier vor Ort behandeln. Das schont die Patienten, erleichtert den Angehörigen ihre Betreuung und lässt für die Aachener Kollegen Kapazitäten frei. Patienten, welche doch für kurze Zeit eine operative neurochirurgische Versorgung in der Uniklinik benötigen, können wesentlich früher heimatnah zurückübernommen und bei uns in der Nähe ihrer Familie weiterbehandelt werden“, erklärt Dr. Huppertz-Thyssen. Die schnelle Vernetzung ist rund um die Uhr möglich. Über einen Monitor kann der Facharzt in Aachen den Patienten mit der gleichen Qualität wie bei einer bettseitigen Visite sehen, Befunde werden ausgetauscht und beraten. Anschließend behandeln die Chefärzte Breuer und Dr. Huppertz-Thyssen sowie Oberärztin Antigoni Maria Tsigkopoulou und ihre Kollegen gemäß den getroffenen Absprachen weiter oder der Transport nach Aachen startet sofort.

Das St. Augustinus Krankenhaus ist lokales Traumazentrum und Mitglied des TraumaNetzwerks EURegio Aachen, einer Kooperation, um Schwerverletzte an 365 Tagen im Jahr und rund um die Uhr schnell und optimal zu versorgen. Auf Initiative des Lendersdorfer Krankenhauses wird diese nun bilateral zwischen dem St. Augustinus Krankenhaus und dem Telemedizinzentrum Aachen an der Uniklinik RWTH Aachen im Bereich der Kopfverletzungen ausgeweitet. Umfangreiche Vorbereitungen dazu nahmen ein Jahr in Anspruch. Die telemedizinische neurologische Kooperation wurde am 1.9.2018 erfolgreich gestartet.


In den Krankenhäusern der Caritas Trägergesellschaft West (ctw) ist die Telemedizin bereits in vielen Facetten umgesetzt: Die Krankenhäuser im Kreis Düren haben die Genehmigung für Teleradiologie, sodass zügige Notfall-Computertomographie-Untersuchungen nachts, am Wochenende und an Feiertagen möglich sind. Die Radiologen verfügen über speziell eingerichtete Heimarbeitsplätze für den Rufdienst.
Das St. Elisabeth-Krankenhaus Jülich ist telemedizinisch an die Stroke Unit des St. Augustinus Krankenhauses Düren-Lendersdorf angebunden. Patienten mit Verdacht auf Schlaganfall werden in Jülich umgehend auf die Intensivstation gebracht, dort verbindet sich der Arzt mit dem Neurologen in Düren, der die Untersuchungsergebnisse neurologisch befundet und den Patienten sehen kann.
Das St. Elisabeth-Krankenhaus und das St. Josef-Krankenhaus Linnich sind zudem Projektpartner von TELnet@NRW, einem telemedizinischen, intersektoralen Netzwerk. Durch regelmäßige Televisiten, eine Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit und Fortbildungen erhalten die teilnehmenden Krankenhäuser und Praxisnetze Expertenwissen von zwei Universitätskliniken. Zuvor war das Jülicher Krankenhaus Partner des Projekts TIM: telemedizinische Versorgung in der Intensivmedizin. Die Erkenntnisse daraus sollten dazu führen, die intensivmedizinische Versorgung von Patienten in ländlichen Einrichtungen durch Telemedizin zu verbessern. Es lieferte damit Vorarbeiten zu TELnet@NRW.



Autor/Verantwortlicher:
Kaya Erdem
Caritas Trägergesellschaft West gGmbH
Holzstraße 1
52349 Düren
E-Mail: kerdem@ct-west.de

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