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15.10.2018 13:08 Uhr 
Pressemitteilung

Interessanter Vortag und gut besuchte Infostände zum Thema Demenz und Demenzbetreuung des St.Josef-Krankenhauses Linnich - Interdisziplinäre Betreuung im St. Josef-Krankenhaus und wertvolle Tipps – eigene Station für Patienten mit der Nebendiagnose Demenz

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Foto (© Michael Borchardt): Großes Team für ein großes Thema – Experten und Verantwortliche zu „Demenz und Demenzbetreuung im St. Josef-Krankenhaus Linnich“
Wenn jemand an Demenz erkrankt, wirkt sich dies auf das ganze Leben aus – das eigene und das der Angehörigen. Das St. Josef-Krankenhaus kann hier Hilfestellungen bieten. Zum Themen-Informationsvortrag begrüßte Judith Kniepen, kaufmännische Direktorin im St. Josef-Krankenhaus, alle Anwesenden. Dr. Gerhard Mertes, Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin referierte zum Thema Demenz und stellte die Fachbereiche vor, die im St. Josef-Krankenhaus die an Demenz erkrankten Patienten behandeln und betreuen.
Ein Krankenhausaufenthalt in fremder Umgebung verunsichert Demenzkranke. Deshalb gibt es im Linnicher Krankenhaus eine eigene Station für Patienten mit der Nebendiagnose Demenz. Die Pflegefachkräfte sind auf demenzerkrankte Patienten spezialisiert. Diese können sich auf der Station frei bewegen, es gibt Beschäftigungsangebote und der Tagesablauf soll an gewohnten Abläufen angepasst sein.
Schwester Marisol Da Lanca (Stationsleitung und Demenzexpertin), Helene Weber (stellv. Stationsleitung und Aromapflege) und Martina Franke (Betreuung) erläuterten dies den Anwesenden.
Diese konnten an Informationsständen zu einzelnen Themen nähere Informationen erhalten, etwa zur Aromapflege. Die Physiotherapie, der Sozialdienst und die Familiale Pflege des St. Josef-Krankenhauses stellten sich vor. Der Paritätische Dienst erklärte und verteilte Notfallmappen. Hasan Alagün stellte das Demenz Service Zentrum vor. Außerdem konnten die Besucher drei Stationen des Demenzparcours durchlaufen, der anschaulich Defizite zeigt, die mit der Erkrankung einhergehen.


Betroffene werden im Linnicher Krankenhaus wegen einer internistischen oder chirurgischen Erkrankung behandelt. Dabei soll sich die vorhandene Demenz durch die ungewohnte Umgebung und Behandlung nicht verschlechtern. „Wir möchten die Patienten besser behandeln, sie nicht fixieren und sedieren“, fasst Dr. Gerhard Mertes, Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin, zusammen, wie es dazu kam, eine Station auf die besonderen Bedürfnisse der dementen Patienten einzurichten.
Heute sind zudem Krankenschwestern zu Demenzexperten und Schwesternhelferinnen zu Betreuungsfachkräften nach § 87 b Sozialgesetzbuch XI ausgebildet. Das Team sammelt so viele biografische Informationen über den Patienten wie möglich. Dabei unterstützen die Angehörigen und Pflegeeinrichtungen sie. Die Patienten sollen so viel, wie (noch) möglich ist, selbst machen. Alle nicht bettlägerigen Patienten nehmen ihre Mahlzeiten im Aufenthaltsraum ein, wo auch Beschäftigung wie spielen, singen und Zeitung lesen stattfinden. Zusätzlich zu individuellen physiotherapeutischen Maßnahmen findet einmal in der Woche eine Bewegungstherapie statt. Die Beschäftigung nimmt den Patienten die Angst, sie fühlen sich wohler. Ein Alarmsystem auf der Station sorgt dafür, dass die Patienten mit Bewegungsdrang sich auf der Station frei bewegen können. Verlassen sie diese, ertönt ein Alarm und die Pflegekräfte holen sie wieder auf die Station zurück. Für bettlägerige Patienten steht ein Snoezelen-Wagen zur Verfügung: Geräusche, Lichteffekte, verschiedene Materialen regen die Sinne an, eine Handmassage erfolgt mit Aromaölen.



Autor/Verantwortlicher:
Kaya Erdem
Caritas Trägergesellschaft West gGmbH
Holzstraße 1
52349 Düren
E-Mail: kerdem@ct-west.de

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