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05.04.2018 12:23 Uhr 
Pressemitteilung

Strukturmerkmale erfüllt – Stroke Unit im St. Augustinus Krankenhaus erfolgreich zertifiziert - Schlaganfall-Spezialstation mit sehr guter technischer Ausstattung – Behandlung beinhaltet Risikoanalyse: Beim Risikoprofil unter den besten fünf % bundesweit

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Foto (© K. Erdem): Das interdisziplinäre Team zur Versorgung von Schlaganfallpatienten im St. Augustinus Krankenhaus Düren mit Chefarzt Herbert Breuer (Mitte) und dem leitenden Oberarzt Dr. med. Lay (5. v.r.)
Die Stroke Unit (Schlaganfall-Spezialstation) im St. Augustinus Krankenhaus Düren wurde erfolgreich zertifiziert und erhielt eine sehr gute Bewertung durch die Auditoren der Zertifizierungsgesellschaft LGA Intercert.
Die im Kreis Düren einzige Schlaganfall-Spezialstation wurde in 2017 ausgebaut und mit moderner technischer Ausstattung eingerichtet. So entstand eine neue Behandlungs-Umgebung, die nun lobend hervorgehoben wurde. Sie unterstützt die strukturierte Vorgehensweise des gesamten Teams. „Neben der schnellstmöglichen Behandlung des Schlaganfalls ist es auch sehr wichtig, weitere Gefäßverschlüsse zu vermeiden“, erklärt Herbert Breuer, Chefarzt der Abteilung für Neurologie. „Für alle Aufgaben, die die Schlaganfalltherapie stellt, sind wir personell und technisch gerüstet“, ergänzt Dr. med. Chhay Heang Lay, Leitender Oberarzt der Abteilung für Neurologie und Leiter der Stroke Unit.
„Für uns ist es besonders wichtig, dass uns die Auditoren erneut die Erfüllung sämtlicher Strukturmerkmale, die von der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) vorgegeben werden, bescheinigt worden sind“, betont Renardo Schiffer, Geschäftsführer des St. Augustinus Krankenhauses.

Die Akuttherapie beinhaltet spezielle Untersuchungen der Neurologen, Internisten und Radiologen. Die anschließende Behandlung des Schlaganfalls soll Hirngewebe retten und weitere Schlaganfälle verhindern. Dafür ist ein bedeutender Risikofaktor das Vorhofflimmern, eine Herzrhythmusstörung, durch die das Thromboserisiko steigt. Um ermitteln zu können, ob Vorhofflimmern vorliegt, ist jeder Bettplatz auf der Stroke Unit mit einer speziellen Software ausgestattet. Diese Risikoanalyse bei den Patienten ist besonders wichtig. Damit gehört die Stroke Unit zu den besten 5 Prozent aller Schlaganfallstationen bundesweit. Medikamente verhindern darüber hinaus, dass Blutplättchen verklumpen und zu neuen Gefäßverschlüssen führen.
Die Pflegekräfte wenden aktivierende Pflege an, Physio- und Ergotherapeuten und Logopäden unterstützen bereits in der Akutphase den Patienten. So sollen bleibende Behinderungen vermieden werden, die größtmögliche Selbstständigkeit des Patienten steht im Vordergrund.

Die Stroke Unit wurde 2007 eingeweiht, nachdem zuvor die Voraussetzungen für die Behandlung von Schlaganfallerkrankten kontinuierlich geschaffen wurden. Es ist die einzige Spezialstation zur Behandlung von an Schlaganfall erkrankten Patienten im Kreis Düren. Die Stroke Unit ist mit dem St. Elisabeth-Krankenhaus Jülich vernetzt, sodass Patienten dort telemedizinisch untersucht und diagnostiziert werden können.

Die schnelle Behandlung ist besonders wichtig beim Schlaganfall und jede Möglichkeit, Zeit bis zur Diagnostik einzusparen, hilft dem Patienten. „Zeit ist Hirn“, so Herr Breuer. Um möglichst rasch dafür zu sorgen, dass Gehirnzellen nicht (weiter) absterben, ist es wichtig, schnellstmöglich den Notarzt zu verständigen, den Verdacht auf Schlaganfall zu melden und die Therapie einzuleiten, um Folgeschäden so gut wie möglich einzugrenzen.

Bei einem Schlaganfall kann ein Gefäß durch einen Blutpfropfen verstopft sein oder eine Gefäßverkalkung führt zu mangelnder Durchblutung des Gehirns. Symptome können Seh- und Sprachstörungen, Taubheitsgefühle, Lähmungserscheinungen, Schwindel oder starke Kopfschmerzen sein. Auf der Stroke Unit werden ständig die wichtigsten Werte der Patienten gemessen und kontrolliert. EKG-Aufzeichnungen, Ultraschall- und neurologische Untersuchungen gehören zur Therapie. Patienten können jederzeit auf der Spezialstation aufgenommen werden. Aufgrund der kontinuierlichen Überwachung ist eine Früherkennung vom Fortschreiten des Schlaganfalls, von seinem Wiederauftreten und anderen Komplikationen jederzeit gegeben. Ein erfahrener Facharzt für Neurologie ist in der Schlaganfall-Einheit permanent für die Behandlung der Patienten zuständig.

Darüber hinaus besteht im Dürener Rehabilitationszentrum (DRZ) am St. Augustinus Krankenhaus die Möglichkeit der ambulanten neurologischen Rehabilitation im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt. Das St. Augustinus Krankenhaus mit der Schlaganfallstation arbeitet im Schlaganfallnetzwerk-West zusammen mit dem Universitätsklinikum Aachen, dem Herman-Josef-Krankenhaus Erkelenz, dem Rhein-Maas Klinikum Würselen und weiteren Zentren. Eine Zertifizierung des Schlaganfallnetzwerks-West steht bevor.



Autor/Verantwortlicher:
Kaya Erdem
Caritas Trägergesellschaft West gGmbH
Holzstraße 1
52349 Düren
E-Mail: kerdem@ct-west.de

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